Hallo:) Diese Woche stand im Kinderheim
wieder ein besonderes Ereignis an. Immer Anfang des Monats gibt es
eine Geburtstagsfeier für Alle, die in diesem Monat Geburtstag
haben. Dazu werden manche noch für besondere Leistungen geehrt. Ein
Mädchen aus meinem Haus war auch dabei, sie wurde für ihre
Hilfsbereitschaft geehrt! Es wurde gesungen und es gab Kuchen und
Getränke für Alle. Da das Wetter noch so schlecht und kalt ist,
haben wir alles in der Hall aufgebaut.Leider wurde ich dieses Wochenende krank und muss mit Halsentzündung im Bett bleiben, während die anderen zu einem See und zu heißen Quellen gefahren sind. Das ärgert mich sehr, aber es folgen ja noch viele Wochenenden, an denen es mir bestimmt besser geht. Nächste Woche sind hier Ferien, das
heißt erstmal AUSSCHLAFEN :) aber dann auch den ganzen Tag Programm
mit den Kindern. Ich hoffe das Wetter wird besser, dass wir auch den
Pool nutzen können. Liebe Grüße Pauline
05.10.2014
01.10.2014
differences
Hallo ihr Lieben. Ich bin jetzt schon
mehr als zwei Wochen hier im Kinderheim und mir gefällt es immer
besser. Es ist schön zu sehen, wie die Kinder mehr Vertrauen zu einem
gewinnen und auch mehr auf einen zugehen. Diese Woche standen zu
ersten Mal Computer-Lessons auf dem Plan, wir sollten mit den Kleinen
Lernspiele spielen. Leider hat die Stunde erstmal schlecht
angefangen. Wir haben die Tür aufgeschlossen und der Alarm ging los,
obwohl man uns gesagt hatte, das er ausgeschaltet sein. In der Zeit,
in der eine von uns auf die Suchen nach jemandem, der ihn ausschalten
kann, gegangen ist, kam auch schon die Security und ich musste ihnen
erklären, dass es sich bloß um einen Fehlalarm handelt. Das war
aber nicht der einzige Zwischenfall diese Woche. Es war 16.00 Uhr und
Zeit für die beiden 6jährigen in meinem Haus, zu baden. Ich war
gerade im unteren Teil des Hauses, als oben eine der beiden,
schreiend aus dem Bad gerannt kommt und an ihren ganzen Händen Blut
hat. Herauszufinden, woher es kam, war nicht schwer, sie war gestürzt
und hatte eine Platzwunde am Hinterkopf, die schon das T-shirt am
Rücken durchblutet hatte. Ich bin schnell mit ihr in die Klinik
gelaufen und musste dabei aufpassen, nicht mit dem Blut in Berührung
zu kommen. Leider war die Klinik schon zu, also sind wir weiter zum
Office und dort konnte sie endlich versorgt werden. Mit Handschuhen,
da die Ansteckungsgefahr leider sehr groß ist, haben wir die Wunde
gesäubert und die Krankenschwester gerufen, die sie dann später ins
Krankenhaus gebracht hat. Jetzt geht es ihr wieder gut, ich bin sehr
froh, dass alles so schnell geklappt hat.
Jetzt komme ich aber zu dem Tag, an dem
diese Bilder entstanden sind. Das Kinderheim verteilt einmal im Monat
in den Townships Essen, an die Leute, die es sehr stark benötigen,
weil zum Beispiel die Eltern der Familie gestorben sind, oder zu
krank, um zu arbeiten. Drei von uns Freiwilligen durften am Dienstag
mitfahren und dabei helfen. Wir saßen im Kofferraum des Autos,
zusammen mit dem ganzen Essen und sind erstmal ein sehr langes Stück
gefahren. Außerhalb von Greytown sieht die Natur komplett anders
aus, sehr trocken und nur wenig grün. Die Townships hier sahen total
anders aus, als die, die ich aus Kapstadt kannte. Nur ganz wenige
Hütten stehen hier auf einem großen, trockenen Stück Land
verteilt. Die Hütten sind zerfallen und das Dach meist kapput. Wir
sind mit dem Auto direkt in die Townships hinein gefahren, auf
Steinwegen, die man eigentlich nicht Wege nennen kann und wir wurden
dabei auch ordentlich durchgeschüttelt. Überall standen Kühe und
Ziegen, Menschen hat man nur sehr selten gesehen, die meisten kamen
erst aus ihren Häuser, als wir das Essen gebracht haben. Im
Gegensatz zu dem was ich am Dienstag gesehen habe, sieht Greytown
reich aus, aber gleichzeitig habe ich dabei gedacht „das ist
wirklich Afrika“ und als wir dann noch an einem Fluss
vorbeigefahren sind und die Vegetation dort grüner war, sah es auch
wirklich schön aus. Auch ein Mann, der mit uns dort war, hat uns
erklärt, das wir hier noch das wirkliche Südafrika, vor allen
Modernisierungen sehen. Ich war sehr froh mitgekommen zu sein und
diese Erfahrung gemacht zu haben.
25.09.2014
Culture Day
Hallo, ich melde mich mal wieder aus
Greytown. Mittlerweile habe ich mich hier ganz gut eingelebt und mir
geht es schon viel besser, als zu Beginn. Die Gespräche mit den
Hausmüttern und den anderen Mädels aus Deutschland, die auch hier
arbeiten, haben mir weitergeholfen und gezeigt, dass ich mit meinen
Sorgen nicht alleine dastehe. Nun blicke ich freudig in die Zukunft
und bin gespannt, auf alles, was ich hier noch erleben werde.
Gestern war das Highlight dieser Woche,
es war Culture Day in Südafrika, das heißt, Feiertag, ausschlafen,
traditionelle Tänze und Gesang. Vor allem aber auch gute Laune bei
allen Kindern.
Auf Grund dieses Tages, waren zwei
andere Kinderheime hier bei uns zu Gast, das Gelände wurde
geschmückt und es gab Essen vom Grill (braai). Abschließend wurde
noch eine Misswahl durchgeführt, zur „Miss Culture-Day“ oder
Culture Princess, wie es auf der Scherpe stand. Die meisten hatten
schöne, bunte Kleidung an und haben sich total Mühe gegeben und die
einstudierten Tänze gezeigt. Heute ging es wieder früh raus und am
Nachmittag werden wir den Kindern Schwimmunterricht geben. Liebe
Grüße, Pauline ♥
23.09.2014
letzter Tag in Kapstadt
Ich möchte noch ein paar Bilder von
meinem letzten Tag in Kapstadt zeigen. Einige unserer Gruppe waren
schon nicht mehr da, weil sie schon zu ihren Projekten gebracht
wurden. Also gab es auch kein Programm mehr von der Organisation. Wir
haben dann zusammen beschlossen zum Green Market Square zu laufen, haben dort
gegessen und eingekauft. Alles sah schön bunt und traditionell aus, die meisten haben uns angesprochn, wo wir herkommen und waren sehr freundlich.
Es war ein guter Abschied von Kapstadt und der Einführungswoche, auf
der ich viele nette Menschen kennengelernt habe.
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19.09.2014
alles neu
Hallo ihr Lieben, das ist jetzt mein
erster Eintrag aus Greytown. Ich bin hier gut angekommen und die 22
Stunden Busfahrt waren viel besser als erwartet. Der Bus war
ausgestattet wie Fernbusse in Deutschland und noch dazu hatten
Hannah, Maria und ich das Glück, oben, direkt an der Frontscheibe
sitzen zu dürfen. In Petermaritzburg wurden wir dann von einer
Mitarbeiterin des Kinderheims abgeholt und dort hin gebracht. Die
Landschaft hier ist ziemlisch hässlich und trocken, auch Greytown
ist keine schöne Stadt.
Meine erste Arbeitswoche ist gerade
vorbei gegangen. Der Anfang hier ist mir sehr schwer gefallen und
auch jetzt habe ich mich noch nicht richtig eingelebt. Man braucht
Zeit, um sich an die Verhältnisse hier zu gewöhnen. Das Essen ist
garnicht gut, es gibt fast den ganzen Tag nur Toast mit Erdnussbutter
oder rosa Wurst, nur Abends gibt es etwas warmes zu Essen, was meist
nicht mehr warm ist, wenn man damit beginnt. Aber daran werde ich
mich gewöhnen müssen... Mein Tag beginnt hier um 6.00 Uhr, ich
stehe um 5.30 Uhr auf und gehe dann in das Haus, in dem ich arbeite.
Es heißt J.C. und ist ein Mädchen
Haus. Dort sehe ich vorallem nach den beiden Jüngsten; Kate und
Nonto. Die beiden sind sehr süß und die meiste Zeit hören sie
auch. Wir Voluntären bringen dann um 7.00 Uhr alle Kleinen in den
Kindergarten. Diese Aufgabe ist manchmal sehr mühsam, manche legen
sich einfach auf dem Weg hin oder rennen weg und das alles direkt an
der Straße. Danach ist dann eine Besprechung im Office und ab 8.00
Uhr haben wir Freizeit bis wir dann um 12.00 Uhr die Kinder wieder
abholen und anschließend mit ihnen Essen. Nach dem Mittagsschlaf
beginnt dann die „Office-Time“, da spielen wir mit den Kindern
und wenn es sehr warm ist, dürfen sie in den Pool. Darauf folgt die
Hausaufgabenbetreuung und das Abendessen, gemeinsam mit den Kindern
in den jeweiligen Häusern. Um 18.00 Uhr ist unsere Arbeit dann
beendet. Eigentlich ist dann noch viel Zeit, um etwas zu erledigen,
aber hier ist es dann schon dunkel und bei Dunkelheit das Gelände zu
verlassen ist gefährlich. Also habe ich diese Zeit bis jetzt mit
lesen und skypen verbracht. Ich bin gespannt, wie das erste
Wochenende verläuft!
Aller Anfang ist schwer, ich hoffe ich
werde mich hier bald besser einleben und mich wohler fühlen.
Liebe Grüße Pauline ♥
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